Iquique 2007 - Endlich geht's wieder nach Chile

Dieses Jahr ging es wieder am 05. Januar los, auf den Tag genau wie das Jahr davor. Unser Fehler war allerdings, dass wir Flüge bei Iberia gebucht hatten... Wer schon mal mit Iberia geflogen ist, der weiß jetzt, was ich meine... Die Flieger sind uralt, im Gegensatz zu LanChile hat man keinen eigenen Fernseher im Vordersitz, was bei einem so langen Flug schon wirklich ein Vorteil ist, und das Essen ist wirklich mies. Und die Stewardessen erkennt man sofort am schlecht gelaunten Gesichtsausdruck und daran, dass sie eigentlich alle im Rentenalter sind. Aber egal, wir haben nun beschlossen nie wieder mit Iberia zu fliegen und damit aus. Genug gemeckert, jetzt kommt der Urlaub!

Nach 2 1 /2 Stunden im Flieger waren wir in Madrid. Zum letztmaligen Füße vertreten kam uns dann sehr entgegen, dass wir durch den gesamten Flughafen mussten, um zu unserem nächsten Flieger zu kommen. Dann ging es weiter, und nach etwa 14 Stunden kamen wir relativ pünktlich in Santiago an. Etwa 5 Stunden später folgte dann unser letzter Flug des heutigen Tages, es ging weiter nach Iquique, wo wir nach ca. 2 Stunden landeten. Am Flughafen erwartete uns bereits Jacky mit einem kühlen Cristal - das ist eine chilenische Biersorte. Endlich waren wir da laughing.

Ralphy war dieses Jahr leider nicht dabei. Er wollte seinen beruflichen Schwerpunkt in der Flugschule diesen Winter eigentlich auf das Speedflying setzten und blieb daher in Österreich. Diese Chileabstinenz im Januar hat sich im Nachhinein allerdings nicht ausgezahlt, weil ja kein Schnee lag. Somit waren wir den ersten Tag allein mit Jacky in Chile. Am nächsten Tag kamen allerdings noch 2 Niederösterreicher dazu: Christine und Stefan - somit war unsere kleine aber feine Gruppe komplett.

Enige Male sind wir morgens auch mit dem Bus zum Startplatz gefahren. Ein wirkliches Erlebnis, alles viel einfacher als in Deutschland. Man stellt sich an die Straße, winkt dem Bus mit der richtigen Nummer zu, der hält an, man zahlt umgerechnet ca. 50 Cent, und es geht los. Aussteigen kann man natürlich auch wo man möchte laughing.

Leider konnten wir am Alto Hospicio dieses Jahr nicht so toll fliegen wie die Jahre zuvor. Der Nordwind war fast immer so stark, dass Flüge zur Playa Cavancha oder auch nur zur Playa Brava nur sehr schwer möglich waren. Daher tummelte sich meistens alles im Kessel vor dem Startplatz und dann ging´s direkt heim ins "Terraino". Aber wenigstens 1x haben wir es doch zur Cavancha und zur Brava geschafft - und auch auf der Vorderseite der Dragon-Dune war Sabine wieder mehr als 1x... undecided

Der Flightpark Altazor, den wir meistens noch "Terraino" nennen, wie er früher hieß, wurde von Philip, ein schweizer Fluglehrer, der seit vielen Jahren in Chile lebt, aufgebaut. Es ist wirklich erstaunlich, wenn man sieht wie sich dort alles im Laufe der Jahre verändert hat und gewachsen ist. Philip hat dort unglaublich viel Arbeit und Liebe reingesteckt, er bietet dort sehr schöne Unterkünfte an. Natürlich wohnt er selbst mit seiner Frau Marlene, die Chilenin ist, und seinen 4 Mädels auch dort. Wobei aus den 4en bald 5 werden oder vielleicht gesellt sich ja auch mal ein Junge dazu...

Philip hat die ganze Anlage aus Containern erbaut, und somit ist alles sehr gut erweiterbar. Dieser Jahr konnten wir live erleben, wie der Flightpark wächst. 4 bereits komplett restaurierte Container wurden mit einem Autokan an ihren neuen Bestimmungsort bugsiert und gleichzeitig wurden 6 neue Container gebracht, die nun im Laufe der nächsten Monate hergerichtet werden. Leider haben wir keine Bilder von unserem Zimmer gemacht, aber ihr könnt mal bei unseren Fotos vom letzten Jahr schauen. Es ist wirklich sehenswert, denn es sieht so gar nicht nach Container aus. Ein ganz normales Zimmer mit Tür und Fenster, Bett, Schrank und Laminatfußboden, und ein komplettes schönes Bad gibt´s natürlich auch. Erstaunlicherweise wird es in den Containern auch nicht so warm, wie man vielleicht denkt.

Lecker gegessen haben wir natürlich auch immer. Im "Wagon" habe ich es tatsächlich geschafft meine "ostiones con parmesano" zu bestellen (und auch zu bekommen) obwohl diese nicht mehr auf der Karte waren. Ostiones sind Jakobsmuscheln und die Portion, die ich an diesem Tag bekam, hätte in Deutschland wahrscheinlich ein Vermögen gekostet cool.

Im "Tercer Ojito", probierten wir dieses Jahr die neue Sushi-Karte. Es war einfach unglaublich gut. Und Jacky nennt es immer "Schuschi" - klingt ja auch viel besser. Allerdings wurde an diesem Abend Jacky´s Meinung, dass es in diesem Lokal so düster ist, ziemlich bestärkt, denn es gab einen Stromausfall nach dem anderen. War aber nicht schlimm, denn eine Kerze brachte Abhilfe und zur Sushi-Zubereitung braucht man sowieso keinen Strom tongue-out.

Ganz viele "leckere Asados" gab´s natürlich auch im Terraino. Asados sind Grillpartys in Chile. Das größte Stück Fleisch, das wir in diesem Urlaub gekauft haben, hat tatsächlich 4 kg gewogen und umgerechnet ganze 19 Euro gekostet. Einfach unglaublich.

Die Nachmittage verbrachten wir fast immer in Palo Buque. Und nachdem uns letztes Jahr am letzten Tag ein Dust-Devil den Pavillion zerstört hat, hatten wir nun ein wunderschönes neues blau-weißes Haus laughing.

Am 22. Januar hieß es dann für Claus und mich wieder Abschied nehmen von Iquique. Eigentlich sollte unser Flieger morgens um 8:15 Uhr gehen. Wir waren um 6:40 Uhr am Flughafen, was für einen Inlandsflug dort eigentlich viel zu früh ist. Allerdings sagte uns die Dame beim Check-In, dass unser Flieger heute nicht geht, aber dass wir um 7:00 Uhr mit dem Flieger mitfliegen können. Da war es dann bereits 6:45 Uhr, um 6:50 Uhr saßen wir im Flieger und haben überlegt, dass es unser Gepäck in der Zeit wohl nicht schaffen wird, um 6:55 Uhr sahen wir bei einem Blick aus dem Fenster dann unser Gepäck kommen, und um 7:00 Uhr waren wir bereits in der Luft. Anschließend ging dann leider alles wieder in normalen Zeitspannen weiter und nicht im Eiltempo - 29 Stunden später waren wir dann wieder daheim.

Aber eines steht fest - wir kommen nächstes Jahr wieder. Die Zeit läuft schon... laughing

 

 
 
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