Castelluccio 2018 - Un'altra volta Castelluccio

Ende August ging es für uns wieder nach Castelluccio smile.

Wir reisten wie so oft per Flieger und Mietwagen an und mussten gleich feststellen, dass die Fortschritte der baulichen Maßnahmen nach den beiden Erdbeben vor zwei Jahren an der Straße von Norcia nach Castelluccio deutlich sichtbar sind. Es sind zwar noch einige Baustellenampeln aufgestellt, aber es funktioniert gut.

In Castelluccio angekommen, trafen wir auf den Rest der Airsthetik-Gruppe.
Die Wiederholungstäter: Fabian, Christian, Wolfgang, Patrik
Die "Neuen":                 Peter, Alex, Gisbert
und natürlich Ralphy.

Auch fast zwei Jahre nach dem Erdbeben liegt Castelluccio noch immer in Schutt und Asche cry. Allerdings konnten wir in unserer Urlaubswoche erkennen, dass es ganz langsam kleine Fortschritte gibt. Langsam werden zerfallene Gebäude abgerissen, und der Schutt wird abtransportiert. Die Restaurants von früher stehen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße: Viele der Restaurants haben einen Imbisswagen mit Sitzgelegenheiten an der Straße stehen und servieren einige einfache Gerichte. Von der Vielfalt der umbrischen Küche ist somit leider nicht mehr viel erkennbar - momentan bieten nur 3 Agriturismi noch Essen in einem richtigen Gebäude an. Pizza bekommt man in Castelluccio gar nicht mehr. Somit war klar, dass wir unsere beiden Abendflüge nach San Pellegrino mit einer Pizza in Norcia verbunden haben.

In Norcia kann man auch nur kleine bauliche Fortschritte erkennen. Vieles ist noch wie an dem Tag, als alles zusammenstürzte. In geschlossenen Restaurants sieht man durch die Fenster noch immer Tischdecken und Brotkörbe auf den Tischen stehen. In Geschäften liegen die Regalinhalte noch immer verstreut auf dem Boden. Einiges hat sich jedoch seit letztem Jahr schon verbessert: Es wurden einige große Gebäude errichtet, die jeweils mehrere Restaurants beherbergen. Die Gebäude sind optisch gewöhnungsbedürftig, aber sie wurden aus der Not geboren und sind somit zweckmäßig, funktionell und "relativ" schnell errichtet worden. Essen und Service in unserem Lieblingsrestaurant in Norcia waren jedenfalls super. Die meisten Investitionen tätigt nach wie vor die Kirche, die offensichtlich einfach das Geld dazu hat und von den historischen Kirchengebäuden in Norcia versucht zu retten was zu retten ist. Von den Bewohneren Nocias wohnen hingegen noch immer sehr viel, vielleicht sogar die überwiegende Anzahl, in Notunterkünften cry. Am Ortseingang von Castelluccio wird gerade auch eines der o.g. zweckmäßigen und funktionellen Gebäude gebaut. Darin wird auch Pepe, wie er uns berichtete, ab Oktober ein kleines Restaurant haben. Allerdings hat er kein Haus mehr in Castelluccio, worin er wohnen kann cry. Die Probleme in der Erdbebenregion sind also noch immer riesig. Wir hoffen, dass möglichst viele Flieger, die Castelluccio kennen und lieben, trotz der schwierigen Situation der Gegend treu bleiben und die Einwohner somit wenigstens ein kleines bisschen unterstützen.

Ach ja, geflogen sind wir übrigens auch: Vom Refugio in Richtung Piano Grande, am Fontanille, am Forca di Presta, am Monte Vettore, am Tabellone und am Monte Sierra. Zum Monte Sierra ist die Straße eigentlich noch gesperrt, aber das ist ja kein Hinderungsgrund cool. Außerdem ernteten wir wieder viele erstaunte Blicke, dass wir ganz locker auf den Tabellone gefahren sind - und das ohne Allrad-Bus. Sogar die super netten deutschen Drachenflieger konnten es nicht fassen, ganz zu schweigen von der deutschen Gleitschirm-Gruppe, die immer meinte, dass sie am richtigen Startplatz waren und wir im Lee gestartet wären...

Wetterbedingt entschieden wir uns alle gemeinsam für eine um einen Tag verfrühte Abreise aus Castelluccio, da es an unserem letzten Tag wegen starkem Wind und aufkommenden Gewittern nicht möglich gewesen wäre zu fliegen. Claus und ich fuhren also mit dem Mietwagen nach Rom und mieteten uns im Grand Hotel Tiberio in Rom ein. Am nächsten Morgen ereilte uns dann beim gemütlichen Frühstück eine SMS, dass unser Flug anulliert wurde surprised, also ging es dann ganz fix zum Flughafen, um die Lage zu klären. Zusammengefasst bedeutete dies, dass wir Bordkarten für einen Flieger um 18:20 Uhr (statt 13:25 Uhr) bekamen, den Tag in der HelloSky-Lounge verbrachten und um 19:30 Uhr mit nochmals mehr als einer Stunde Verspätung endlich starteten. Die Chance für den Anschlussflug in Frankfurt blieb uns nur, weil der Pilot auf dem Weg nach Frankfurt wirklich Vollgas gab. In Frankfurt parkten wir dann noch auf dem Außenfeld, mussten Busfahren und erreichten nach einem Sprint von Gate A4 zu A58 tatsächlich noch unseren Flieger, der zum Glück auch Verspätung hatte. Gegen 22:45 Uhr landeten wir dann in Düsseldorf und mussten noch die Suchmeldung nach unserem Gepäck aufgeben, da dies in Frankfurt offensichtlich nicht so schnell gefahren wurde wie wir gerannt sind. Pünktlich um Mitternacht schlossen wir dann endlich unsere Haustür daheim auf und zwei Tage später wurde auch unsere Gepäck unversehrt daheim angeliefert. Eine anstrengende Rückreise undecided.

In der Summe war es wie immer super schön in Castelluccio. Wir hatten eine sehr nette Truppe und Ralphy hat wie immer alles souverän gemeistert, wobei Fabian ihn manchmal etwas unterstützt hat und Ralphy sich nicht immer alleine um alles kümmern musste. Grazie mille an euch beide kiss.

Wieso wir dieses Jahr so wenige Fotos gemacht haben, weiss wohl keiner. Wir geloben für die Zukunft Besserung und schicken noch ein ganz dickes Dankeschön smile an Ralphy und Fabian, deren Fotos hier noch etwas ergänzen.

 
 
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