Iquique 2017/18 - The Same Procedure as Every Year

Muss ich eigentlich noch schreiben, dass wir Weihnachten 2017 wieder nach Chile geflogen sind? Eigentlich nicht, oder? Es ist ja schließlich Standard laughing.

Endlich waren auch Andreas und Kai mal wieder mit dabei smile. Nach einer problemlosen Anreise haben wir begeistert festgestellt, dass es im Flightpark nun einen Pool gibt, den wir auch sofort ausprobiert und für klasse befunden haben. Klasse war auch, dass Udo freundlicherweise bereits die ersten notwendigen Einkäufe für den Ankunftstag für uns erledigt hatte, da am 25.12. die Geschäfte geschlossen haeben. Nochmals vielen Dank, Udo smile.

In Iquique hat sich nicht viel verändert, der "neue" Startplatz ist noch immer nicht eröffnet, "Tercer Ojito", "El Viejo Wagon" und "Otaku" bieten die gleiche leckere Küche wie seit Jahren und auch das "La Isla", das wir letztes Jahr entdeckt haben, hat überlebt und seinen Level gehalten. Neu ausprobiert haben wir den Peruaner "Fusion Peru". Von außen sieht es etwas merkwürdig aus, aber unser Entdeckertrieb wurde mit sehr leckeren peruanischen Gerichten und einem tollen Service belohnt.  Nachdem unsere Stammlandebar "El Toro" an der Playa Brava irgendwann mal geschlossen war, hat Claus nach Neuem Ausschau gehalten und das "Liko´s" entdeckt: Einfache aber ausgezeichnete chilenische Küche, und eine sehr netter Bedienung "in zweiter Reihe" an der Playa Brava. Seit der Entdeckung haben wir unser Landebier immer dort in Form von Schops genossen - an die Pitscher (1,5l)  und Megapitscher (3lsurprised) haben wir uns nicht rangetraut, und teilen tun wir unser Bier ja schließlich nicht wink

Die Flugbedingungen waren dieses Jahr in Alto Hospicio recht gut - oft war es "Fliegen für Blöde", und es war wirklich kein Kunststück oben zu bleiben.
Ein lustiges Erlebnis hatten wir mit einer bolivianische Flugschule, die auch in Palo Buque war: Einer der Schüler sammelte dort ganz offensichtlich (jedoch durchaus recht erfolgreich) seine allerersten Erfahrungen mit dem Gleitschirm. Am 3. Tag sah man ihn zu noch sehr sportlichen Zeit und in sehr sportlichen Bedingungen plötzlich in ungeahnter Höhe surprised. Funk hatte er nicht dabei und für Zurufe war die Entfernung zu groß, also musste die beiden bolivianischen Fluglehrer als "Abfangjäger" fungieren: Schnell selbst starten, so schnell wie möglich hocharbeiten, das verlorene Kind in die Zange nehmen und unter Geleitschutz vom nahenden Lee wegdirigierten. So geht Flugschule auf bolivianisch cool.

Sabine und Andreas waren auch einmal in Huaiquique zum Baden und hatten viel Spaß. Aufgefallen sind wir dort auch: wir hatten das schäbigste Auto, als einzige keinen Sonnenschirm, eine Unimarc-Tüte als Strandtasche und wir hatten keinen Dackel dabei (scheint gerade DER Modehund in Chile zu sein) - aber wir hatten viel Spaß tongue-out.

Asados gab es natürlich auch viele im Flightpark: Besonders nett war unser vorletzter Abend, wo wir der Einladung der Französin Sabine  gefolgt sind, die sich vor ihrer Abreise für die liebe Hilfe von allen bedanken wollte, da sie noch Anfängerin im Fliegen war und den ein oder anderen Support dringend benötigte. Aus einem kleinen Snack wurde ein langer französisch, bolivianisch, wienerisch, deutscher Multikulti-Abend mit Assado und vielen anderen Leckereien. Das Fleisch der Bolivianer war das beste, dass ich jemals von einem Grill gegessen habe und auch der Chufllay, ein bolivianischer Londrink aus Singani, Zirtonenlimonade, Zitronensaft und Eis wurde für sehr gut befunden. Wir haben uns übrigens sagen lassen, dass - wenn man keine Zitronenlimonade und Zitronensaft hat - man auch alles andere zu Sinagni hinzufügen kann, um Chuflay zu machen. Möglich Varianten sind angeblich auch: frisch gemolkene Kuhlmilch und Schokolade oder einfach Teewasser foot-in-mouth. Der prominente Part dieses Abends war Jean-Baptiste Chandelier: Der wohl zur Zeit bekannteste und in seinem Bereich beste Gleitschirmflieger weltweit weilte die letzten Tage ebenfalls im Flightpark und machte Urlaub mit seiner Freundin.

Die Vorbereitungen für den Besuch eines weiteren Prominenten in Iquique zogen sich durch unseren ganzen Urlaub und wurden die letzten Tage sehr intensiv. Papst Franziskus besuchte am 18.01. Iquique. Auf dem Campus Lobito (direkt neben Palo Buque) wurde schon vor unserer Ankunft in Iquique begonnen das Gelände für den Gottesdienst vorzubereiten: abgesperrtes Gelände, ein Podium für den Papst, hunderte Toilettenhäuschen,... Außerdem wurden wir in Palo Buque auch oft mit Soundchecks und Musik "beglückt" - die Akustik dort ist übrigens unglaublich. Auf gleichem Gelände war in den vergangenen Jahren übrigens auch mehrfach ein Etappenziel der Rallye DAKAR. Auch der Hubschrauberbetrieb nahm an unseren letzten Tagen in Iquique deutlich zu. Irgendwann befanden sich Claus und Andreas an der Playa Brava zusammen mit 4 Hubschraubern in der Luft und wussten kaum noch wo sie zum Landen hinfliegen sollten surprised. Die Hubschrauber begleiteten einen Konvoi mit weißer Limousine und großer Carabineri-Beteiligung, wohl eine Übung für den Papstbesuch. Außerdem wurde jede Laterne an der Strandpromenade der Playa Brava und der Playa Cavancha mit je einer kleinen Flagge von Chile und des Vatikans versehen, und ab Montagmittag wurden die Straße mit Absperrgittern versehen, wodurch Udo nach der Landung einen für uns sehr lustig zu beobachtenden Hindernislauf einlegen musste laughing. Ab Montagabend war die Avenida Arturo Prat Chacón dann auch komplett nur noch ein einspurig. Da kann man fast schon von Glück sprechen, dass wir Dienstag, also zwei Tage vor dem Papstbesuch abgereist sind. Das Verkehrschaos muss die folgenden Tage gigantisch gewesen sein und außerdem galt auch 1-2 Tage Flugverbot für die Zeit des Papstbesuches.

Die Heimreise gestaltete sich leider sehr lange, das wir in Madrid fast 9 Stunden Aufenthalt hatten. Aber irgendwann war auch das geschafft und in Frankfurt hatten wir wenigstens Glück mit dem Zug und konnten ohne Wartezeit direkt losfahren. Als wir dann am folgenden Tag wieder auf der Arbeit am Schreibtisch saßen wurde uns dieses Glück auch gleich noch doppelt bewusst, denn der Orkan Frederike tobte mittlerweile über Deutschland und die Bahn stellte den kompletten Zugverkehr ein...

Es war wieder eine schöne Zeit in Iquique und im Flightpark, de wir sehr genossen haben smile.

Apropos Flightpark:
Die Gerüchteküche diesbezüglich brodelt munter vor sich hin, daher möchten wir hier gerne unsere persönliche Erfahrung und Meinung schildern:
An den Reservierungsvorgängen können wir absolut nichts bemängeln. Wir haben bisher immer zeitnah eine Reservierungsbestätigung von Junita und Pedro bekommen, und es war auch immer alles so wie vorher vereinbart. Der Flightpark kommt natürlich mittlerweile etwas in die Jahre, und Roststellen werden bekanntlich von alleine eher größer als kleiner. Hier muss etwas getan werden, und ein Anfang dazu wurde während unseres Aufenthaltes auch bereits gemacht. Hier gilt es nun, daran weiterzuarbeiten. Die beschädigten Strohmatten über den Terassen werden wohl auch in nächster Zeit ausgetauscht. Wenn es kleinere Dinge zu bemängeln gibt, wird einem schnell geholfen oder man hilft sich eben selbst (bevor ich mich über einen verkalkten Duschkopf beschwere, habe ich ihn auch schon selbst in Essig gelegt). Die Zimmer und auch die Gemeinschaftsküche sind definitiv gepflegter als früher, Marie und Monica machen einen super Job! Die Pflanzen im Garten werden gepflegt, regelmäßig gewässert und auch mal abgespritzt. Der neue Pool hat uns super gut gefallen und wir haben ihn häufig genutzt - gepflegt wird der Pool übrigens auch. Die Autos..., nun ja... - sie fahren... und die wichtigsten Funktionen sind benutzbar - also für chilenische Verhältnisse ist das eigentlich fast normal. Großen Luxus bietet der Flightpark nicht, hat er auch noch nie und es ist auch sicher nicht der Anspruch - nach wie vor ist es ein wundervoller, chilliger Ort in dem Flieger aus alles Welt und in allen Könnensstufen sowie auch Nichtflieger zusammentreffend eine entspannte Zeit voller Multikulti verbringen. Wir genießen es in Chile auch irgendwie, wenn wir jedes Mal merken, wie unsere Ansprüche dort gegenüber denen, die wir in Deutschland haben, ganz von alleine sinken und wir einfach nur zufrieden in den Tag hineinleben. Wir fühlen uns nach wie vor super wohl im Flightpark smile.

Hasta el próximo año Iquique y Flightpark laughing.

Und was auf keinen Fall fehlen darf, ist ein dickes Dankeschön an Andreas, der auch eine Menge Fotos für diesen Beitrag spendiert hat!

 

 

 
 
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